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Verwaltung|Politik

Natur und Umwelt

Gewässerunterhaltung am Klingbach


Die Pflege von Gewässern ist eine hochsensible Aufgabe, die die Verbandsgemeinde Herxheim regelmäßig vor eine Herausforderung stellt: Auf der einen Seite gilt es, den Hochwasserschutz für die Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Auf der anderen Seite müssen Flora und Fauna entlang der Bachläufe geschützt werden. Nach aktuellen Anfragen aus der Bevölkerung zu den jüngsten Mäharbeiten am Panzergraben erläutern wir die rechtlichen Hintergründe und das sorgfältige Vorgehen vor Ort.

Hochwasserschutz duldet keinen Aufschub

Der Panzergraben erfüllt eine wichtige Funktion bei Starkregen- und Hochwasserereignissen. Wuchern die Uferbereiche und das Bachbett ungehindert zu, staut sich das Wasser bei starkem Niederschlag rasch auf. Dies kann zu Überflutungen angrenzender Grundstücke und Verkehrswege führen. Um den reibungslosen Wasserabfluss zu sichern, ist ein regelmäßiger Rückschnitt der Vegetation zwingend erforderlich.

Strenger Schutz der Brut- und Setzzeiten

Um dabei den Schutz von Vögeln, Enten und anderen Wildtieren zu garantieren, hält sich die Verbandsgemeinde bei der Beauftragung von Dienstleistern strikt an die gesetzlichen Vorgaben. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz, kurz BNatSchG, darf die Mähsaison an Gewässern frühestens ab dem 15. Juni beginnen, um die Tiere zu schonen. Die aktuell durchgeführten Arbeiten wurden bewusst sogar noch weiter nach hinten verschoben, um das Risiko zu minimieren.

Dass die Verwaltung hier eine sensible Gratwanderung vollzieht, zeigt sich insbesondere auch an den Rückmeldungen aus der Bevölkerung: Während die einen für den Schutz der Natur einstehen, fordern andere Bürgerinnen und Bürger aus Sorge vor Hochwasser oft einen noch früheren und radikaleren Rückschnitt.

Sorgfältige Auswahl der Dienstleister

Die Verbandsgemeinde wählt die ausführenden Betriebe mit größter Sorgfalt aus. Es werden ausschließlich fachkundige Dienstleister eingesetzt, deren Mitarbeiter geschult sind, auf Sicht zu arbeiten und Rücksicht auf Gelege und Jungtiere zu nehmen. Hinweise aus der Bevölkerung über eine mögliche Beschädigung von Enteneiern nehmen wir dennoch sehr ernst. Es wurde umgehend das direkte Gespräch mit dem Dienstleister gesucht, um die Sensibilität der Einsatzkräfte vor Ort nochmals ausdrücklich zu schärfen.

Aufklärung zur Styropor-Verunreinigung

Im Zuge der Diskussionen wurde zudem verbreitet, die Mäharbeiten hätten Styroporverpackungen im Bach zerschreddert. Dies trifft nachweislich nicht zu. Die Verunreinigung des Klingbachs mit Polystyrol-Kügelchen wurde polizeilich aufgenommen – der Polizeibericht bestätigt eindeutig, dass die Verschmutzung auf die unsachgemäße Entsorgung eines privaten Sitzsacks zurückzuführen ist, der beim Entfernen von der Uferböschung aufplatzte. Mittels eines Ölschlängels wird derzeit versucht, das Material zu sammeln und damit das unkontrollierte Fortschwämmen in den Panzergraben zu verhindern. Die Mäharbeiten standen in keinem Zusammenhang mit diesem Vorfall.

Der Ölschlängel sorgt dafür, dass die Styroporkügelchen nicht weiter fortgeschwämmt werden. 
Der Ölschlängel sorgt dafür, dass die Styroporkügelchen nicht weiter fortgeschwämmt werden. 
Mittels eines Käschers gelingt es, das aufgestaute Material rückstandlos zu entfernen. 
Mittels eines Käschers gelingt es, alles im Ölschlängel aufgestaute Material rückstandlos zu entfernen. 

Die Verbandsgemeinde Herxheim setzt weiterhin alles daran, die Gewässerunterhaltung so umweltschonend wie möglich und so sicher wie nötig durchzuführen.